Das Projekt Rechtsquellen

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"Damit das Mögliche entstehe, muß immer wieder das Unmögliche versucht werden." Hermann Hesse, Zen, Brief an Wilhelm Gundert



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Das Irrsinnsprojekt

"Je weniger die Leute davon wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie."
Otto Fürst von Bismarck

Über die Rechts- und Gesetzeslage zu jammern ist leicht, sie zu verbessern ist schwer. Wir leben in der besten Gesellschaft, die es auf deutschem Boden seit 2000 Jahren gab. Wir haben sie geerbt. Sie wurde in langen und leider oft blutigen Kämpfen zu dem, was sie ist. Mit dieser Gesellschaft haben wir die Pflicht ererbt, sie zu erhalten und die Anstrengungen und Opfer vergangener Generationen nicht zu vergessen.
Mittlerweile ist der Gesetzes- und Verordnungswust in Deutschland soweit gediehen, daß selbst Fachleute Mühe und Not haben, hier eine klare Linie zu erkennen. Der Bürger, der nur mäßige Fähigkeiten in Kenntnis und Auslegung von Gesetzen und Verordnungen erworben hat, hat meist das Nachsehen. Dabei ist er der eigentliche Adressat dieses Werkes und sollte auch die Quelle einer vernünftigen Gesetzgebung sein.

Die Problemstellung, um die es hier geht, ist wahrlich nicht trivial:
Wie kann man ein bestehendes, komplexes Regelwerk in Richtung Widerspruchsfreiheit, Schlankheit und Übersichtlichkeit weiterentwickeln und gleichzeitig den Weg des geringsten Aufwandes und des geringsten Konfliktes finden?

Die Kräfte müssen gebündelt werden. Die Parteienlandschaft ist zu zerrissen, als daß wir Bürger in absehbarer Zeit mit wirklicher Entschlackung des Gesamtsystems rechnen könnten. Die Vorgaben müssen also von den Bürgern kommen. Daraus ergibt sich die erste große Problemstellung: Wie ermittelt man den Willen der Bürger?
Das Internet als neues Medium eröffnet neue Möglichkeiten der Kommunikation in der Gesellschaft, die es zu nutzen gilt.
Eine Ermittlung des Rechtsempfindens der Bürger mit Hilfe des Internets kann für eine neue, in einigen Jahren nutzbare Rechtsquelle sorgen, die neue Information bereitstellt.

Ich kann mir nur eine legitime Rechtsquelle vorstellen, den Willen der Mitglieder einer Gemeinschaft.

Eine solche Generationenarbeit kann man nur angehen, wenn man das Problem von mehreren Seiten gleichzeitig angeht. Welche Forderungen hört man immer wieder?
- Klagen über die Konsistenz und Durchsichtigkeit des gesamten Gesetzeswerkes.
- Klagen über dem Bürger unverständliche Gerichtsentscheidungen und unverständliche Gesetze.
- Klagen über nicht mehr zeitgemäße, rückständige Regelungen in Deutschland.
- Klagen über sinnentstellenden Gebrauch von Gesetzen und Verordnungen.

Der dreiteilige Angriff auf das scheinbar unlösbare Problem beginnt mit drei Datensammlungen:

Konzeptteil             Daten in Konzept

Dieser Teil beschreibt einen Wunschzustand des Gesetzeswerkes. Es enthält vor allem ein Ranking der Rechtsgüter. Dieses Ranking bestimmt den Aufbau der Gesetzeshierarchie. Da dieses Ranking die Einschätzung der Bürger widerspiegeln muß wird ein Verfahren benötigt, mit welchem über das Internet ein solches Ranking von dem mitarbeitenden Personenkreis ermittelt werden kann.

Problemteil             Daten in Probleme

Dieser Teil enthält aufgefundene Probleme und Widersprüche, die es bei zukünftigen Neuregelungen grundlegend auszuschließen gilt.

Normenteil             Daten in Normen

Dieser Teil enthält Forderungen, bewährte Prinzipien, Rechtsnormen und Gesetze, die als beispielhafte Lösungen die Zielstellung künftiger Neuformulierungen darstellen.

Die weitere Vorgehensweise

Vorerst werde ich neue Artikel in die drei Seiten manuell integrieren. Später muß eine automatische Datenverwaltung her. Tips und Unterstützung wären mir sehr willkommen. Nur der besseren Orientierung wegen habe ich unterschiedliche Hintergrundfarben verwendet.
Ich bitte also um kurze, klare und prägnante Texte, die ich ohne Überarbeitung direkt einfügen kann. Verweise auf weiterführende Literatur und Webseiten wären sehr sinnvoll.

Die nötige Wichtung und Wertung der Daten, die in die Überarbeitung der Gesetze einfließen, muß entwickelt werden. Das oben genannte Ranking der Rechtsgüter kann nur ein Anfang sein. Schlechte oder unsinnige Einträge werden in Zukunft an Beachtung verlieren. Ich habe hier nur einen Anfang gemacht. Die weitere Entwicklung wird zeigen, was gut oder schlecht ist.

Vielleicht entwickelt sich diese Seite zu einem Wiki weiter, in welchem sich die Vorstellungen und Anforderungen der Bürger an die Weiterentwicklung des Gesetzeswerkes widerspiegeln. Ich hoffe, daß man aus dieser systematischen Sammlung von Anforderungen einen Styleguide für neue Gesetzesentwürfe entwickeln kann. Besonders Juristen und Informatiker möchte ich sehr um Unterstützung bitten.

Diskussionen wären im Usenet oder in Maillists angebracht. Webforen haben aus meiner Sicht technisch zu viele Nachteile. Ein Wiki enthielte Daten, Entwicklungsweg und Diskussion zu dem Eintrag, wäre also gut geeignet.

Die Daten, also alle Dateien, die mit konzept, probleme und normen beginnen, dürfen mit Beginn des Jahres 2010 frei kopiert werden und müssen bei Veränderung ebenso frei wie hier wieder veröffentlicht werden. Die Daten unterliegen dann der FDL. Nicht öffentliche, private Kopien sind bis dahin selbstverständlich frei.

Neue Technik – neue Möglichkeiten. Das Internet als schnelles und leistungsfähiges Medium kann komplexe Probleme lösen helfen. Mit dem Internet haben wir die Möglichkeit, das Problem anzugehen. Also aufgewacht, Schluß mit dem Gewurste! Nehmen wir Bismarcks Herausforderung an und beginnen mit dem Entwurf einer Systematik zur Weiterentwicklung der Gesetzeslandschaft.

Carsten Thumulla
Roßlau, den 15. August 2004
06862 Roßlau, Hauptstraße 67h
C.Thumulla@web.de

Vergleich des Grundgesetzes von 1949 und 2007

Vergleich




Was mir der Uhu erzählte